Ekzem – Behandlung in Wiesbaden

Das Ekzem – eine chronische entzündliche Hauterkrankung und verwandte Hautveränderungen

Ekzem Therapie Wiesbaden

Erscheinungsbild eines Ekzems

Das Ekzem ist eine nichtinfektiöse Entzündungsreaktion der Haut. Die Ursachen eines Ekzems sehen komplex aus, das Krankheitsgeschehen ist sehr individuell und ein Zusammenspiel aus genetischen Faktoren, immunologischen Veränderungen sowie Umwelteinflüssen.

Bei einigen Ekzemerkrankungen wie zum Beispiel der Neurodermitis wird davon ausgegangen, dass eine genetische Veranlagung und bestimmte äußere Einflüsse stärker auf den Menschen einwirken als auf gesunde Menschen. Andere entzündliche Hauterkrankungen, wie z.B. die Schuppenflechte (Psoriasis) ist im Wesentlichen durch stark schuppende, punktförmige bis handtellergroße Hautstellen gekennzeichnet. Die Schuppenflechte zeichnet sich darüber hinaus dadurch aus, dass sie eine Systemerkrankung sein kann, die auch die Fingernägel und innere Organe erfasst. Außerdem kann sie die Gelenke, zugehörige Bänder und angrenzende Weichteile und sogar auch das Gefäßsystem befallen.
Bei der Schuppenflechte wird der erblich bedingte Teil höher eingeschätzt als z.B. bei der Neurodermitis.

An der genetischen Disposition der Ekzem-Krankheiten können wir medizinisch noch nichts verändern. Veränderbar sind allerdings Umwelteinflüsse, Lifestylefaktoren sowie Hormon-, Enzym- oder Mikronährstoff- Mangelzustände.

Vorgehensweisen bei der Ekzem – Behandlung in Ihrer Hautarztpraxis in Wiesbaden

Wenn Sie zu uns in die Hautarztpraxis nach Wiesbaden kommen, werden sie vor der Ekzem – Behandlung zunächst intensiv befragt.

Schuppenflechte Psoriasis Behandlung

Schuppenflechte Psoriasis Behandlung

Wir machen uns ein Bild über Ihre Lebenssituation, über vermutete Auslösefaktoren sowie Ihr Bewegungs- und Ernährungsverhalten. Wenn vermutete Allergien hinter einer Ekzem- Auslösung oder -Verschlechterung stecken, werden wir zunächst eine Allergiediagnostik durchführen. Je nach Erscheinungsbild der Ekzeme können hier Nahrungsmittelallergien vom Typ I oder Typ III die Ursache sein. Es können aber auch äußere Allergene, wie sie in Shampoos, Cremes oder Färbemittel vorkommen, ursächlich sein. Andere Auslöser sind z.B. Berufsallergene: hier kommen Chemikalien aus der Industriefertigung oder andere Stoffe zum tragen.

Des Weiteren können Stoffwechselfunktionsstörungen hinter dem Ausbrechen oder der Verschlechterung einer Ekzemerkrankung stecken. Zur Diagnosefindung führen wir eine Laboruntersuchung durch, die eine Stoffwechselfunktionsanalyse beinhaltet. Auch Enzymmangelzustände können vorliegen, wie bei der Lactoseintoleranz, Histaminintoleranz oder Glutenintoleranz. Dann können geziehlt Nahrungsmittel vermieden oder Enzyme hinzugegeben werden (s. Enzymtherapie unter Punkt Stoffwechselstörungen). Darüber hinaus sind die Bestimmung von Mikronährstoffverlusten, hier auch insbesondere ein Vitamin D Mangel, von besonderer Wichtigkeit. Wir wissen inzwischen, dass z.B. bei der Neurodermitis in der Haut eine Mutation im Filaggrin-Gen entdeckt wurde, welches zu einer Verminderung von Filaggrin in den oberen Hautschichten führt. Dieses Filaggrin-Protein ist ein Schlüsselenzym in der Epidermalhaut-Barriere und fördert Verhornungsprozesse an der Hautoberfläche.

Neurodermitis Behandlung

Neurodermitis

In neueren Untersuchungen wurde entdeckt, dass Vitamin D wesentlich zur Funktionsunterstützung des Filaggrin beiträgt und eine deutliche Anhebung des Vitamin D Spiegels im Blut zu einer erhöhten Filaggrinsynthese in äußeren Hautschichten führt. Auch andere Enzymdefekte sind bei Neurodermitikern entdeckt worden. Diese führen zu einer Verringerung der im Hautfett vorhanden Gamma-Linolensäure. Das Enzym Delta-6-Desathorase kann die durch Nahrung aufgenommen Linolsäure in der Haut zu Gamma-Linolensäure umwandeln. Bei Neurodermitikern ist die Aktivität oder Bildung des Enzyms wahrscheinlich gestört.

Bei der Psoriasis scheint die Hauptursache eine Autoimmunerkrankung zu sein, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe als körperfremde Antigene fehlerkennt und mit einer Aktivierung von T-Lymphozyten eingreift. Es kommt in den betroffenen Organen zu einer Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen, woraus chronisch entzündliche Veränderungen folgen. Dies erklärt auch die erhöhte Gefahr von Psoriatikern am sog. Metabolischen Syndrom (erhöhte Blutfettwerte insbes. Cholesterin, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, Gicht) zu erkranken. Bei uns in Wiesbaden werden bei Schuppenflechte-Erkrankten regelmäßig Risikoparameter zur Früherkennung des Metabolischen Syndroms bestimmt (z.B. Liposcan, Lipoprotein a, Homocystein, ADMA, CRP, SFT).
In einigen Fällen kann man einen Zusammenhang zwischen der Schuppenflechte und der Zölliakie (Glutenunverträglichkeit) finden. Eine klebereiweißfreie (glutenfreie) Ernährungsweise kann dann Psoriasis-Symptome lindern.

Therapiemöglichkeiten bei Ekzemerkrankungen

Ekzem Behandlung Wiesbaden

Erscheinungsbild eines Ekzems

Je nachdem welche nicht-genetischen Ursachen wir vorgefunden haben (Stoffwechsefunktionsanalyse, Orthomolekularediagnostik, Allergiediagnostik, Enzymmangel, Hormonanalyse, Ernährungsanalyse), wird eine Kombination aus schulmedizinischen sowie naturheilkundlichen Therapieverfahren eingeleitet. Erfahrungsgemäß spricht Neurodermitis früher auf eine Behandlung an als die Schuppenflechte. Einige Ekzemerkrankungen können darüber hinaus auch hormonell mitbedingt sein. Hier ist die Bestimmung des Hormonstatus und anschließender Hormonsubstition entweder im Kapselform oder Cremeform notwendig. (z.B. trockene Schleimhäute bei Verlust von weiblichen Geschlechthormonen).

Die neuesten Ergebnisse aus der Stammzellforschung haben ergeben, dass die Unterspritzung von Stammzellen in Psoriasisherde zu einer relativ schnellen Abheilung dieser Psoriasisstellen führt (Stammzelltherapie wird leider derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen). Darüber hinaus können energetische Verfahren wie die Akupunkturbehandlung oder die Homöopathie zu einer Linderung der Symptome beitragen.

Ekzembehandlung – Begleitende Maßnahmen

Wird eine Dysbiose im Bereich des Magen-Darm-Traktes vorgefunden, erfolgt hier eine mikrobiologische Therapie. Diese besteht aus der Gabe von physiologischer Darmflora, die einen regenerativen Effekt auf die Schleimhautbildung des Magen-Darm-Traktes hat sowie eine Harmonisierung im physiologischen pH-Wert der jeweiligen Darmabschnitte erreichen kann und so wieder zu einer funktionierenden Darmschleimhautbarriere führt.

Auch kann eine Injektions- oder Mesotherapie mit Vaccinen sinnvoll sein, um das Immunsystem zu stabilisieren.
Die Hautpflege mit modernen DMS Basispflegeprodukten und individuell eingemischten Wirkstoffen (z.B. Weihrauch, Süßholzwurzel u.a.) runden das für Sie zusammengestellte ganzheitliche Versorgungskonzept ab.

Wenn Sie sich für eine naturheilkundliche Begleittherapie interessieren, sprechen Sie uns in unserer Hautarztpraxis in Wiesbaden an, wir beraten Sie gerne zu den Themen der naturheilkundlichen Labordiagnostik, Ernährungsmedizin, zur Hautpflege mit modernen DMS (derma membran struktur)-Produkten sowie auch zur Bewegungstherapie.