Haarausfall – Behandlung in Wiesbaden

Nicht jeder Haarausfall muss Anlass zur Sorge geben.

Es sollte niemand beunruhigt sein, wenn sich einmal ein paar Haare mehr als üblich in der Haarbürste oder im Abfluss vorfinden lassen. Erst bei einem Verlust von täglich mehr als über 100 Haaren spricht man von Haarausfall. Die Haare unterliegen einem naturgegebenen Wachstumsrhythmus: Es wechseln sich Wachstumsphasen und Ruhephasen ab. Letztendlich gibt es auch eine Ausfallphase die oft als Haarverlust angesehen wird. Von Haarverlust spricht man aber erst dann, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen.

Arten des Haarausfall

Die häufigsten Arten des Haarausfalls sind:

  1. hormonell erblich bedingter Haarausfall (androgenetisch Alopezie)
  2. kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) / Autoimmun bedingter Haarausfall
  3. Diffuser Haarausfall

 

Ursachen des Haarausfalls

Hormonell erblicher Haarausfall

Erblicher Haarausfall - Behandlung Wiesbaden

Hormonell erblicher Haarausfall

Die erbliche Form des Haarausfalls betrifft Männer wie Frauen und ist mit 95 % die häufigste Form des Haarausfalls. Viele glauben, dass die übermäßige Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron für den frühzeitigen Haarverlust verantwortlich sei.

Tatsächlich ist aber nicht ein “zu viel” an Testosteron die Ursache, sondern eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber dem Hormon. Zunächst entsteht häufig an der Stirn die so genannte Geheimratsecke; später lichtet sich auch das Haar am Ober- bzw. Hinterkopf.
Auch Frauen produzieren Testosteron. Erblicher Haarausfall betrifft sie jedoch seltener. Häufig wird bei Frauen das Haar dünner und es scheint nach einiger Zeit im Verlauf des Scheitels die Kopfhaut hindurch.

Die Therapiemöglichkeiten des hormonell erblich bedingten Haarausfalls sind vielfältig. Es gibt verschiedene Medikamente die zum Teil entweder das weibliche Geschlechtshormon 17-α- Estradiol enthalten oder vor allem für Männer das Finastrid, welches die Umwandlung des Testosterons in seine aktive Form verhindert. Darüber hinaus gibt es den Wirkstoff Minoxidil, dessen Wirkung noch nicht ganz geklärt ist.

Vermutlicht regt er die Durchblutung und damit auch das Haarwachstum an. Ebenso kann das Hormon Melatonin das Haarwachstum anregen. Häufig sind diese Wirkstoff in Form von Tinkturen äußerlich anzuwenden. Es gibt auch die Möglichkeit der Tabletteneinnahme. Eine gute Alternative, Wirkstoffe mit Vitaminen, Mineralstoffen und durchblutungsfördernden Substanzen zu mischen und mit geringer Dosierung an den Ort des Geschehens, nämlich die Haarwurzeln, einzubringen, ist die Mesotherapie. Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema in unserer Praxis.

Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata) ist die zweithäufigste Form des Haarausfalls kommt aber insgesamt selten vor. An mehreren Stellen des Kopfs aber auch im Bereich des Bartes (Gesicht: Augenbrauen etc.) bilden sich plötzlich kreisrunde kahle Flecken. Die Haare können in seltenen Fällen aber auch komplett ausfallen. Bis heute sind die Gründe für den kreisrunden Haarausfall noch nicht geklärt. Wahrscheinlich liegt entweder eine Störung des Immunsystems/Autoimmunprozess vor oder eine psychische Stresssituation, die das Haarwachstum zum Stillstand bringt.
Bei den meisten Patienten stellt sich das Haarwachstum innerhalb eines Jahres wieder ein. Dauert der Haarausfall jedoch länger an, wachsen Haare manchmal überhaupt nicht mehr nach.

Die Therapiemöglichkeiten des kreisrunden Haarausfalls beschränken sich im schulmedizinischen Bereich auf das Auftragen von kortisonhaltigen Haartinkturen, mit denen versucht wird, das Immunsystem zu unterdrücken. Durchblutungsfördernde Haartinkturen oder –cremes (manchmal in Kombination mit Bestrahlungen) sollen die Kopfhaut reizen und das Haarwachstum wieder anregen. In einzelnen Fällen kann man auch kortisonhaltiger Medikamente in die Umgebung unterspritzen und versuchen, damit Immunreaktion zu unterdrücken.
Eine gute Möglichkeit auf das Immunsystem Einfluss zu nehmen, bietet auch hier die Mesotherapie, bei der mittels Mikroinjektionen Vitamine, immunmodulierende Substanzen sowie durchblutungsförderende Mittel an den Ort des Geschehens in geringer Dosierung eingebracht werden können. Zusätzlich ist es jedoch häufig notwendig, eine so genannte Stoffwechseluntersuchung durchzuführen, um weitere Regulationsstörungen im Bereich der Stoffwechselaktivität Ihres Körpers aufzudecken, um diese dann naturheilkundlich unterstützend mit zu behandeln.

Autoimmune Haarwurzelerkrankungen

Haarausfall kann auch durch autoimmune Prozesse bedingt sein. Sie gehen mit einer starken Entzündung der Haarwurzel einher und führen oft zu Vernarbungen und/oder irreversiblem Haarverlust. Sie sind insgesammt selten. Hierzu gehört z.B.  Follikulitis decalvans.

Hier muss sowohl eine innerliche Therapie zur Absenkung der immunologischen Prozesse stattfinden wie auch eine äußerliche Therapie, um die Entzündung zu bekämpfen und die Haarwurzel zu regenerieren.

Dazu gehören Laboruntersuchungen wie die Lymphyzytentypisierung, das Serum Proteinprofil mit Entzündungsparametern, biologische Marker wie z.B. Antikörperbestimmungen, Infektionsserologien und Genetische Untersuchungen. Je nach Ergebnis werden individuell Arzneimittel aus der BioImmunoGene Medizin, Miroimmuntherapie, Orthomolekularmedizin, Schulmedizin und Naturheilkunde zusammengestellt.

Die äußerliche Therapie beinhaltet die Mesotherapie mit einem individuellen Cocktail aus Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren, Stammzellen, Hormonen durchblutungsfördernden- und antientzündlichen Medikamenten sowie einer Haarlösung, die 1x/Tag aufgetragen wird.

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall ist der Haarausfall nicht auf einen bestimmten Teil des Kopfes beschränkt, sondern das Haar dünnt insgesamt aus. Die Ursachen hierbei können vielfältig sein:

  1. Stress (psychischer sowie körperlicher Stress z.B. nach Operationen)
  2. Mangelnerscheinung durch Fehlernährung oder z.B. nach Fastenkuren
  3. Hormonumstellungen nach der Geburt durch der Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren
  4. Infektionen
  5. Schilddrüsenfunktionsstörungen
  6. Einnahme von Medikamenten

Prinzipiell kann es sich beim diffusen Haarausfall aber auch um eine altersbedingte Erscheinung handeln. Die Behandlung des diffusen Haarausfalles hängt von der Ursache ab:

  1. Bei Schilddrüsefunktionsstörungen und Infektionen muss man die Grunderkrankung therapieren
  2. Bei Hormonmangel in den Wechseljahren kompensiert man die fehlenden Östrogene zum einen durch eine Haartinktur; hier sollte man jedoch auch den gesamten Hormonstatus des Körpers mitbeachten.
  3. Mangelerscheinungen lassen sich oft durch eine gesunde Ernährung ausgleichen. Ein Mangel an Eisen der sich am Haar insbesondere bemerkbar macht, ist besonders bei Frauen weit verbreitet. Hier können geeignete Laboruntersuchungen einen Eisenmangel aufdecken und es kann eine Gabe von Eisenpräparaten oder eine erhöhte Vitamin C Dosis notwendig werden.
  4. Um sich von Stress und Hormonschwankungen zu erholen, braucht der Körper Ruhe und Zeit. Gegebenenfalls ist eine Unterstützung durch Entspannungsverfahren und eine Gabe von homöopathtischen, naturheilkundlichen sowie schulmedizinischen Arzneimitteln oder Nahrungsergänzung sinnvoll.

Sind die Medikamente die Ursache des Haarausfalls sollte man auf andere Präparate ausweichen.

Die Mesotherapie ist beim diffusem Haarausfall hoch wirksam. Hier wird je nach Ursache eine individuelle Mischung an Vitaminen, Mineralstoffen, durchblutungsfördernden Mitteln, Hormonen und auch homöopathischen und pflanzlichen Mitteln oder Stammzellen zusammengestellt um das Haarwachstum wieder anzuregen und die Haarqualität zu verbessern.

Bei Stress kann man vorrübergehend die Spannung der Kopfmuskulatur, die zu einer schlechteren Durchblutung und Nährstoffversorgung der Haarfollikel führt, mit einer geringen Menge des Wirkstoffes Botulinumtoxin a, welches mit hauchdünnen Nadeln injiziert wird, verbessern. Botulinumtoxin a lässt den Zug der Muskulatur auf die Kopfschwarte reduzieren. Die kleinen Blutgefäße unter der Kopfhaut können sich wieder besser entfalten. Die Haare können sich aufgrund einer besseren Durchblutung wieder regenerieren.