Mesotherapie

Was ist Mesotherapie?

 Die Mesotherapie soll wenig, selten und am richtigen Ort appliziert werden. Sie ist ein einfaches therapeutisches Konzept, das beabsichtigt, die Therapie möglichst nahe an den Ort des krankhaften Geschehens zu bringen: für eine größere Wirksamkeit bei gleichzeitiger Unschädlichkeit. Die Mesotherapie stellt eine Synthese aus der Neuraltherapie, der Akupunktur und der Arzneimitteltherapie dar. Sie wird in Frankreich seit über 50 Jahren mit Erfolg praktiziert und wurde von ihrem Begründer Dr. Michael Pistor entwickelt.

Es werden Medikamentenmischungen in äußerst geringer Dosierung möglichst nah am Ort der Erkrankung eingebracht, und zwar mittels multipler Mikroinjektionen in die Haut. Die Behandlung ist schnell und oft anhaltend wirksam und hat bei richtiger Anwendung für den Patienten nahezu keine Nebenwirkungen.

Anwendung der Mesotherapie

Die Erkrankungen, bei denen Mesotherapie Linderung oder Heilung bringen kann, sind zahlreich und stammen aus praktisch allen Gebieten der Medizin. Bekannt wurde sie durch Erfolge bei der Schmerztherapie.

Durchblutungs- und Wundheilungsprobleme

Durch die Verbesserung der Mikrozirkulation im Gewebe gibt es gute Ergebnisse bei arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen bis hin zum Ulcus cruris oder Dekubitus bei schlecht heilenden Wunden oder schlechter Narbenbildung (z.B. Keloid, Schwangerschaftsstreifen).

Rheumatische Erkrankungen, Arthrosen aller Art

Chronische Gelenk- und Wirbelsäuleerkrankungen mit und ohne Nervenschmerzen sprechen hervorragend auf die Mesotherapie an. Nichtsteroidale Antirheumatika sind auch bei magenempfindlichen Patienten ohne Komplikationen einsetzbar.

Sportverletzung und Überlastungsschäden

Eines der Haupteinsatzgebiete der Mesotherapie: Von der Hausfrau bis zum Spitzensportler sind Sehnenentzündungen( z. B. Tennisellenbogen oder Tendinitis der Achillessehne) verstauchte Knöchel, Prellungen und Zerrungen an der Tagesordnung. Die Mesotherapie macht hier schnell wieder fit.

Abwehrschwäche und wiederholte Infektionen

Durch eine besondere Mikrovaccination für die Abwehr gegen Atemwegsinfekte stärkt die Mesotherapie, auch gut und sinnvoll kombinierbar mit der jährlichen Grippeimpfung, das Immunsystem bei Risikopatienten. Die Mirkovaccination kann bereits bei Kindern ab 2 Jahren durchgeführt werden und stellt keinerlei Belastung dar. Sie schützt effektiv vor bakteriellen Infekten z.B. Bronchitis, Sinusitis oder Pharyngitis. Bei chronischen Infekten und Abwehrschwäche, z.B. bei Tumorpatienten, sollten die immunstimmulierenden Effekte genutzt werden. Auch bei Asthma und Mukoviszidose als Begleitmaßnahme ist die Mesotherapie möglich. Die antientzüdliche Wirksamkeit von low-dose Theophyllin ist wissenschaftlich nachgewiesen, ebenso die Effizienz der Mikrovaccination mit immunstimulierenden Substanzen.

Stress, Erschöpfungszustände und Schlafstörungen

Bei psychosomatischen Störungen wie Stresserscheinung, Nervosität, Burnout-Syndrom, Schlaflosigkeit oder depressiver Verstimmungen kann zur Unterstützung der Gesprächstherapie die Mesotherapie mit Erfolg eingesetzt werden. Es bestehen interessante Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Psychoneuro- Immunologie.

Kopfschmerzen und Migräne

Gute Erfolge der Mesotherapie gibt es auch bei Migräne, Spannungskopfschmerz, Occipital-Syndrom, Gesichtsneuralgie, Schwindel oder Tinitus.

Zigarettenentwöhnung

Die Mesotherapie bietet ein stimmiges Konzept zur Tabakentwöhnung. Hierbei erfolgen die Mikroinjektionen in bestimmte Akupunkturpunkte, was zur einer augenblicklichen Aversion gegen Tabak führt. Französische Spezialisten haben Erfolgsquoten von 65-70% auf 2 Jahre gesehen. Oft nur mit einer einzigen Sitzung.

Ästhetische Medizin

Eine große Indikationsgruppe für mesotherapeutische Behandlungen stellen nicht-krankhafte Erscheinungen dar. Betroffene Patienten empfinden einen operativen Eingriff oftmals als sehr belastend. Aus diesem Grund fordern Sie eine andere Therapieform. In vielen Ländern hat die erfolgreiche Behandlung von Cellulite, Haarausfall, Bindgewebesschwäche und Falten der Mesotherapie zum Durchbruch verholfen. Ohne operative Eingriffe wird durch eine intensivierte Blut- und Lymphzirkulation eine Gewebeentschlackung und Regeneration sowie ein verbessertes Erscheinungsbild erreicht. Die Haut erhält ihre Frische und Natürlichkeit zurück. Haupteinsatzgebiet ist hier das Gesicht, aber auch Dekolleté und Hände lassen sich nahezu schmerzfrei durch Mesotherapie behandeln.

Gynäkologie

Auch hier finden sich äußerst dankbare Anwendungsmöglichkeiten für die Mesotherapie, sei es bei Dysmenorrhoe, Reizblase, rezidivierenden Infekten oder weiblicher Infertilität.

Zahnmedizin

Die Mesotherapie kann erfolgreich bei Erkrankungen des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparates eingesetzt werden.