Stoffwechselerkrankungen (Stoffwechselstörungen) und chronische entzündliche Erkrankungen

Stoffwechselerkrankungen (Stoffwechselstörungen) sind krankhafte Abweichungen der Stoffwechselvorgänge im Körper. Eine chronische entzündliche Erkrankung ist eine Erkrankung, die durch anhaltende Entzündungen gekennzeichnet ist.

Erkennung und Auswirkungen von chronischen Entzündungen

Eine Reihe von Krankheiten fallen unter diese Kategorie, und es wurde bereits ein hoher Aufwand in die Forschung gesteckt, um mehr über diese Krankheiten zu lernen und zu erkennen, wie sie funktionieren. In vielen Fällen ist eine genetische Komponente identifiziert worden, die Menschen herausfiltern kann, die einem besonderen Risiko für die Entwicklung chronisch-entzündlicher Erkrankung ausgesetzt sind. In einigen Fällen können mehrere Gene beteiligt sein.

Menschen entwickeln eine chronisch-entzündliche Erkrankung, weil ihr Immunsystem eine unangemessene Reaktion auf etwas, dem sie ausgesetzt waren, zeigt. In einigen Fällen bedeutet dies, dass dieser Mensch an einer Autoimmunerkrankung erkrankt, bei der das Immunsystem beginnt, den eigenen Körper anzugreifen. In anderen Fällen reagiert der Mensch mit chronischen Entzündungen als Reaktion auf bestimmte Lebensmittel oder Umweltfaktoren, wie z.B. das Rauchen.

Für eine umfassende Stoffwechselanalytik setzen wir das Mitochondriales Systemprofil (MSP) ein. Das MSP eignet sich für Therapie und Prävention.

Chronische Entzündungen können zu erheblichen Schäden an Geweben des Körpers und zu einer Vielzahl von Problemen führen, je nachdem, wo sich diese Entzündung befindet. Einige Forscher haben z.B. festgestellt, dass chronisch-entzündliche Erkrankungen der Leber und des Verdauungstrakts zu Veränderung im Gehirn führen können. Diese Veränderungen können zu Müdigkeitssymptomen, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und auch Veränderung der Persönlichkeit führen. Oftmals sieht man jedoch auch, dass chronische Entzündungen nicht nur an einer Stelle lokalisiert sind, sondern verschiedene Organe beeinträchtigen und sich in vielen Fällen sogar über den ganzen Körper verteilen können.

Einige Beispiele von chronisch entzündlichen Erkrankungen sind:

  • Arteriosklerose
  • Arthritis
  • Psoriasis (Schuppenflechte) und Neurodermitis
  • Zöliakie (Glutensensitve Entropathie)
  • Vasculitis (Gefäßentzündungen)
  • Lupus erythematodes
  • Diabetes mellitus
  • Gicht
  • Alzheimer
  • Chronische Lungenerkrankungen (COPD)
  • Rheumatische Erkrankungen (z.B. Fibromyalgie)
  • Chronische entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Collitis ulcerosa)
  • Multiple Sklerose
  • Fettstoffwechselstörung.
Einige dieser Erkrankungen haben eine klare genetische Komponente, in anderen Fällen können bestimmte Gene das Risiko der Entwicklung einer solchen Erkrankung erhöhen.

In anderen Fällen ist das Auftreten scheinbar zufällig oder hervorgerufen durch Lifestyle-Entscheidungen des Menschen. Mittels neuer Laborverfahren wie z.B. einer Stoffwechselfunktionsanalyse, spezifische Fettstoffwechseluntersuchungen und anderen ist es neben genetischen Untersuchungen heute möglich, die Ursachen mit aufzudecken. Eine naturheilkundlich orientierte individuelle Behandlung kann eine Senkung der chronisch entzündlichen Prozesse herbeiführen. Ebenso wichtig ist jedoch häufig eine Ernährungsumstellung sowie eine Umstellung des Bewegungsverhaltens (Lifestyle-Analyse). Häufige Symptome einer beginnenden Chronifizierung entzündlicher Prozesse im Körper sind z.B. Kopfschmerzen (Migräneattacken), Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schlafstörungen und Hormonschwankungen.

Gibt es eine entzündungshemmende Diät?

Eine entzündungshemmende Ernährungsform basiert auf der Vorstellung, dass bestimmte Nahrungsmittel Entzündungen verursachen oder hemmen können. So wissen wir z.B. dass in unserer täglichen Ernährung ein Übermaß an gesättigten Fettsäuren zu finden ist und dass so das Verhältnis von gesättigten zu ungesättigten Fettsäuren (insbesondere der Omega-3-Fettsäuren) ein sehr ungünstiges Verhältnis zeigt. Deshalb sollten wir Lebensmittel, die viele gesättigte Fettsäuren oder so genannte Transfettsäuren enthalten, reduzieren oder völlig vermeiden. Dazu gehören frittierte Lebensmittel sowie Lebensmittel aus Futtermasthaltung. Auch Lebensmittel, die einen hohen Anteil an Kohlenhydraten (Glycämischer Index) enthalten, fördern Entzündungsprozesse. Hier ist nicht nur der einfache Haushaltszucker gemeint, sondern alle stärkehaltigen Produkte, wie sie in Brot (Weizenmehl und andere Mehle) Nudeln, Kartoffeln und Reis enthalten sind. Die Menge an Kohlenhydraten sollte hier auf 6-8g pro kg/Köpergewicht pro Tag reduziert werden. Außerdem sollten bei dem Verdacht auf Nahrungsmittelallergien eine Blutuntersuchung und ggfs. weitergehende Untersuchungen stattfinden.

Entzündungshemmende Nahrungsmittel sind oft reich an Eiweißen und Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren sind in Kaltwasser-Seefischen wie Lachs, Makrele, Heringe, Sardine, Sardelle und Shrimps enthalten, außerdem in pflanzlichen Ölen, wie z.B. in Leinöl, Leinsamen, Wallnussöl, Rapsöl, Hanföl und Sesamöl. Eine Sonderstellung nimmt das patentgeschützte Tavarlin Öl von Dr. J. Coy ein, welches eine Mischung günstiger pflanzlicher Ölsorten enthält, die entweder durch die besondere Zusammenstellung der Öle oder durch Zusatz von Vitaminen nicht so schnell “ranzig” werden. Vorteilhaft ist auch pflanzliches Eiweiß, wie es z.B. in Hülsenfrüchten enthalten ist. Antiinflammatorische (Antientzündliche) Wirkungen sind auch in roten Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren) sowie Blattgemüsen und Kohlarten enthalten, die reich an antioxidativen und krebsschützenden Stoffen sind.

Was kann ich selbst noch tun um Entzündungshemmung zu fördern?

Genauso wichtig, wie eine entzündungshemmende Ernährungsweise, ist ausreichende Bewegung. Für gesunde Personen empfiehlt sich 3mal wöchentlich 30min Ausdauersport sowie 2mal wöchentlich Kraftsport von 4-8 min. Für bewegungseingeschränkte oder erkrankte Menschen sollte eine angepasste Bewegungstherapie erfolgen. Bewegung in jeder Art fördert die Ausschüttung bestimmter schmerzhemmender Stoffe im Körper. Bewegung kann z.B. das Wachsen neuer Gefäße begünstigen (wichtig für Menschen mit Herzkranzgefäßerkrankungen). Bewegung kann Krankheitsverläufe abkürzen und heilende Zellen in erkranktem Gewebe wachsen lassen. Auch wissen wir aus den neusten Hirnforschungsergebnissen, dass Bewegung unser Gehirn anregt (Hirnplastizität).

Dies bedeutet, dass derjenige, der seinen Muskel trainiert, seine grauen Zellen geradezu mit frischen Wachstumsstoffen überflutet. Dadurch wachsen neue Nervenzellen. Neue Nervenzellen sind leicht erregbar und besonderes lernfähig. Sie sterben nach einigen Wochen wieder ab, wenn man sie nicht benutzt. Das bedeutet: wir können das Gehirn wie einen Muskel trainieren, und zwar in jedem Alter!

Bewegung kann die körpereigene Krebsabwehr stärken- und sogar das Leben verlängern. Bewegung stärkt Gelenke und Bindegewebe, baut Knochen auf, fördert die Durchblutung der Haut, baut Muskeln auf, fördert die Nieren- und Lungenfunktion sowie das Herz-Kreislauf-System, erhöht die Libido und regt die Verdauung an. Dies bedeutet, dass wer seinen Muskel trainiert, seine grauen Zellen geradezu mit frischen Wachstumsstoffen überflutet. Dadurch wachsen neue Nervenzellen. Neue Nervenzellen sind leicht erregbar und besonderes lernfähig. Sie sterbe nach einigen Wochen wieder ab, wenn man sie nicht benutzt. Das bedeutet: wir können das Gehirn wie eine Muskel trainieren, und zwar in jedem Alter. Bewegung kann körpereigene Krebsabwehr stärken- und sogar das Leben verlängern. Bewegung stärkt Gelenke und Bindegewebe, baut Knochen auf, fördert die Durchblutung der Haut, baut Muskeln auf, fördert die Nieren- und Lungenfunktion sowie das Herz-Kreislauf-System, erhöht die Libido und regt die Verdauung an. Die Psyche wird aufgehellt, die Wahrnehmung wird gesteigert, das Schmerzempfinden gesenkt und ist ein ideales Anti-Aging Mittel.

Stoffwechselerkrankungen (Stoffwechselstörungen)

Stoffwechselerkrankungen (Stoffwechselstörungen) sind krankhafte Abweichungen der Stoffwechselvorgänge im Körper. Sie sind häufig genetisch bedingt, können aber auch erworben sein und zeichnen sich meistens durch einen Enzym- oder Hormonmangel aus. Dieser Mangel entsteht, weil das benötigte Enzym oder Hormon durch eine genetische Veränderung nicht oder nicht ausreichend gebildet werden kann. Enzyme sind Proteine, die als Biokatalysatoren für chemische Reaktionen dienen. Hormone sind Botenstoffe, die den Stoffwechsel beeinflussen (z.B. Insulin). Sie können jedoch auch durch eine erworbene Organunterfunktion auftreten (z.B. verminderte Ausscheidung bei Nierenschwäche). Stoffwechselstörungen können in jedem Alter auftreten, einige findet man sogar schon im Mutterleib beim Feten.

Bei einigen Stoffwechselstörungen werden Zwischenprodukte des Stoffwechsels im Körper angehäuft oder vermehrt ausgeschieden, Stoffwechselprodukte gespeichert (z.B. bei Hämochromatose), oder es entstehen ungewöhnliche Stoffwechselprodukte. Es können aber auch Transportdefekte für bestimmte Substanze auftreten (z.B. durch Insulinmangel verursachter Blutzuckeranstieg bei Diabetes mellitus). Zu den häufigsten Stoffwechselproblemen gehören die Diabetes mellitus, Gicht und Schilddrüsenstörungen (Hypothereose, Hyperthereose, Hashimoto Thyreoiditis).

Therapiemöglichkeiten

In unserer Hautarztpraxis in Wiesbaden bieten wir Ihnen eine zusätzliche naturheilkundlich orientierte Unterstützung bei Stoffwechselstörungen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen an. Hier werden mittels Blutuntersuchungen (z.B. Stoffwechselfunktionstest, komplexe Serum-Redox-Analyse), Funktionsstörungen und Mangelzustände im Bereich von Enzymen, Hormonen sowie intrazellulären Mineralstoff- und Vitaminhaushalt aufgedeckt. Ebenso erfolgt eine Untersuchung des Hormonsstatus (Geschlechtshormone, Stresshormone). Eine Substitutionstherapie erfolgt danach individuell. Außerdem beraten wir Sie intensiv zu Fragen der Ernährungsumstellung sowie zu anderen Lifestyle Änderungen. Ergänzend kann in einigen Fällen die Stammzelltherapie (Zelllösungen oder Injektionen) sinnvoll sein. (s. unter Stammzelltherapie).

Für eine umfassende Stoffwechselanalytik setzen wir das Mitochondriales Systemprofil (MSP) ein. Das MSP eignet sich für Therapie und Prävention.

Enzym Therapie

Was sind Enzyme?

Enzyme sind Eiweiß-Moleküle; sie beschleunigen alle biochemischen Prozesse in der Zelle und lösen sämtliche Funktionsabläufe in unserem Organismus aus. Ohne die Wirkung der Enzyme könnte unser Körpersystem mit allen ihm zugeführten Substanzen nichts anfangen und unser physisches Leben wäre nicht denkbar.

Einen Großteil der erforderlichen Enzyme stellt unser Körper selbst her. Dazu gehören z.B. Stoffwechselenzyme und Verdauungsenzyme.

Wie kommt es zu einem Enzymmangel?

Unser Körper produziert je nach Bedarf Verdauungs- und Stoffwechselenzyme. Zum einen entwickeln viele Menschen im Laufe ihres Lebens ein Defizit an bestimmten Enzymen, zum anderen werden durch das Kochen und Verarbeiten eines Nahrungsmittels die hierin enthaltenen Enzyme zerstört.

Somit muss unser Körper den größten Teil der benötigten Verdauungsenzyme selbst produzieren, was letztendlich mit einem Defizit an Stoffwechselenzymen verbunden ist. Ein vermindertes Energiepotential sämtlicher Organe und eine verlangsamte Körperentgiftung sind die Folge.

Mögliche Symptome können sein:

Bei Amylase-Defizit:

  • Akne und Ausschlag
  • Hypoglykämie
  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Allergien
  • Entzündungen
  • PMS (Prämenstruelles Syndrom)
  • Hitzewallungen
  • Erschöpfung

Bei Lipase-Defizit:

  • Schmerzende Füße
  • Arthritis
  • Blasenprobleme
  • Blasenentzündungen
  • Akne
  • Gestresste Gallenblase
  • Gallensteine
  • Heuschnupfen
  • Prostataprobleme
  • Schuppenflechte

Bei Protease-Defizit:

  • Schwacher Rücken
  • Pilzbefall
  • Verstopfung
  • Bluthochdruck
  • Schlaflosigkeit
  • Hörprobleme
  • Parasitenbefall
  • Zahnfleischerkrankung
  • Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Kombinierte Defizite:

  • Akne und Ausschlag
  • Hypoglykämie
  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Allergien
  • Entzündungen
  • PMS (Prämenstruelles Syndrom)
  • Hitzewallungen
  • Erschöpfung

Was ist Fibromyalgie?

Die Erkrankung Fibromyalgie ist eine bislang noch nicht heilbare Erkrankung, die chronisch mit weitverbreiteten Schmerzen und wechselnder Lokalisierung in der Muskulatur einher geht. Außerdem gehören Symptome wie Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Sehnenschmerzen und Druckschmerzempfindlichkeit dazu. Begleitende Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht sind häufig.

Wie viele Menschen leiden an Fibromyalgie?

Laut einer vorliegende Studie aus den USA leiden ca. 2% der Bevölkerung an einer gesicherten Fibromyalgie. Auf Deutschland bezogen heißt das, dass ca. 1,6- 2,3 Millionen betroffene Fibromyalgie-Patienten bei uns leben.

Was ist die Ursache der Fibromyalgie?

Die Ursachen der Fibromyalgie sind bislang immer noch unbekannt. Es gibt Wissenschaftler, die genetische Faktoren annehmen sowie andere, die eine gestörte Schmerzverarbeitung oder veränderte Schmerzwahrnehmung sowie hormonelle Störungen und Störungen der Hypothalamus-, Hypophysen-, Nebennierenachse und des Wachstumshormonsystems annehmen. Auch Veränderungen im Dopamin- und Serotoninsystem sowie psychische Faktoren und psychosozialer Stress, wie auch Veränderung in Immunsystem werden angenommen.

Ebenso können vorausgegangenen Erkrankungen eine Fibromyalgie auslösen, z.B. eine Verletzung oder Operationen, seelische oder körperliche Verletzungen und orthopädische Vorerkrankungen.

Wie ist die Fibromyalgie zu behandeln?

Bei der Fibromyalgie ist immer eine interdiszipliniere Behandlung wichtig. Dabei stehen physikalische Therapien, Krankengymnastik, Medikamentöse Behandlungen, Entspannung, psychotherapeutische Unterstützung in Form von Krankheits- und Schmerzbewältigung und Alternative Therapien zur Verfügung.

Jeder Fibromyalgie-Patient braucht jedoch eine individuelle auf seine Bedürfnisse abgestimmte Therapie.

Naturheilkundliche Therapie

Ihre Hautarztpraxis in Wiesbaden kann Sie mit naturheilkundlichen Methoden unterstützen.

Voran gestellt wird immer eine Untersuchung des Stoffwechsels mittels Stottwechselfunktionstestung. Darauf folgt eine auf das Ergebnis abgestimmte naturheilkundliche Therapie, die sowohl homöopathische Mittel wie auch kräutermedizinische Arzneien, Akupunktur, Orthomolekulare Medizin und Mesotherapie enthalten kann. Ebenso wichtig ist eine Ernährungsumstellung. In unserer Praxis werde Sie dabei nach der kohlenhydratreduzierten Ernährungsform nach Dr. Johannes Coy beraten.
Wichtig kann ebenso vorausgehend eine mikrobiologische Therapie des Darms sowie eine Entsäuerungs-Therapie für das Bindegewebe sein.

Wir beraten sie in unserer Praxis in Wiesbaden gerne zu einer naturheilkundlichen Begleittherapie der Fibromyalgie. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde.