Weißer Hautkrebs

Es gibt verschieden Formen des weißen Hautkrebses. Zum einen das Basalzellkarzinom, zum anderen das Plattenepithelkarzinom.

Basaliom – Basalzellkarzinom

Basaliom Weißer Hautkrebs - Behandlung Wiesbaden

Basaliom – Weißer Hautkrebs

Basalzellkarzinome sind die häufigsten hellen Hauttumore. Die Standardbehandlung ist die operative Entfernung. Diese Entfernung wird bei kleineren Tumoren mit einem Sicherheitsabstand von wenigen Millimetern vorgenommen. Bei Problemlokalisationen, wie Gesicht, Ohren oder bei größeren oberflächlichen Basalzellkarzinomen bevorzugen wir die so genannte Photodynamische Therapie.

Die Photodynamische Therapie, ist eine neue Therapiemethode bei der ein Photosensibilisator (lichtempfindlich machender chemischer Stoff) auf das entzündlich veränderte Gewebe oder Tumorgewebe aufgetragen wird.
Diese Wirkstoffe reichern sich besonders stark in Tumorgewebe an. In Anwesenheit von Sauerstoff und einem speziellen Licht wird dann die kranke Zelle erkannt und zerstört.

Durch die nachfolgende Entzündungsreaktion in der Haut werden die entzündlich veränderten Zellen oder Tumorzellen vom gesunden Gewebe abgestoßen.

Entstehung von Basaliomen

Weißer Hautkrebs - Solare Keratose

Weißer Hautkrebs – Solare Keratose

Die Ursache eines Basalzellkrebses sind häufig UV-Strahlung oder bestimmte Chemikalien. Basalzellkarzinome bilden keine Tochtergeschwülste, können sich jedoch durch Tiefenwachstum in Haut und Knochen ausbreiten, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Meist beginnt das Basalzellkarzinom mit einem sehr kleinen porzellanfarbigen Knoten, der durchzogen ist von winzigen Blutgefäßen. Später sinkt die Oberfläche des Knotens in der Mitte ein und es entsteht eine Mulde mit einem wallartigen Rand. Der Basalzellkrebs kann aber auch andere Formen annehmen. Häufig tritt der Basalzellkrebs in Bereich der so genannte Sonnenterrase auf.

Dies sind Körperstellen wie z.B. Nase, Ohren und Unterlippe, Nacken und Hände, die häufig der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Der Krebs braucht 30-40 Jahre bis er sich entwickelt. Deswegen erkranken häufig Menschen erst nach dem 60.-70. Lebensjahr. Unser verändertes Freizeitverhalten hat aber leider dazu geführt, dass zunehmend viel jüngere Menschen an Basalzellkerbs erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, von dieser Krebsart geheilt zu werden, liegt derzeit bei bis zu 95%.

Das Spinaliom oder der Stachelzellkrebs, Sonnenwarzen (Aktinische Keratosen)

Sonnenwarzen auch Solare Keratosen genannt und andere gefährliche Hautveränderungen durch die Sonne entstehen aufgrund intensiver und langdauernder Sonneneinwirkung und brauchen lange Zeit, um sich zu entwickeln. In der Regel bemerkt man meist nach dem 50. Lebensjahr erstmals fleckförmige Rötungen oder raue Schuppungen der Haut. Insbesondere sind Gesicht, Hände oder Unterarme, vor allem aber Nase, Stirn, Schläfen, Unterlippe, Handrücken, Ohrspitzen, Nacken und die Haarglatze betroffen. Manchmal können sich daraus “warzenförmige” feste, gelbe Hornkrusten ausbilden. Meistens werden diese Hautveränderung übersehen oder kaum beachtet, da sie keine Beschwerden hervorrufen. In sehr seltenem Fall können die weißen Hautkrebsarten auch nach starker Röntgenbestrahlung oder chronischer Arsenaufnahme entstehen.

Solare Keratose - Weißer Hautkrebs

Solare Keratose – Weißer Hautkrebs

Die ersten Rötungen und Schuppen an den sonnenbeschienenen Hautarealen nennt der Volksmund häufig ” Sonnenwarzen” (Solare Keratose). Diese sind gutartig. Man nennt diese Veränderungen auch “Carzinoma in situ” (dies sind Hautkrebsarten in der Entstehungsphase). Sie sollten immer behandelt werden, da sich aus ihnen mit der Zeit weißer Hautkrebs entwickeln kann. Häufig entsteht aus Sonnenschäden an den Lippen auch die so genannte “aktinische Cheilitis”.

Schätzungsweise aus etwa 10% aller Aktinischen Keratosen entwickelt sich eine Spinaliom (Stachelzellkrebs).

Dieser Entartungsprozess dauert im Durchschnitt zwei Jahre. Der Stachelzellkrebs ist aber glücklicherweise ein mäßig aggressiver Tumor. Das heißt, der Tumor wuchert langsam am Ort des Entstehens. Sobald er jedoch größer als 1cm wird, kann er Tochtergeschwülste im Körper ausbilden. Dann besteht für denjenigen Menschen Lebensgefahr. Hat der Krebs weniger als 1cm Durchmesser so besteht eine Heilungschance von 100%. Schätzungsweise jeder achte Mensch in Deutschland ist von einer Aktinischen Keratose betroffen. Innerhalb von 10 Jahren kann sich wiederum aus jeder 4. aktinischen Keratose ein Stachelzellkrebs bilden, wenn nichts dagegen unternommen wird.

Ein Hauptrisiko für den Lippenbefall ist neben der intensiven Sonnenbestrahlung auch das Rauchen. Verstärkte schuppige Rötungen oder weißliche Beläge oder auch warzenartige Verdickungen an den Lippen deuten auf diese Erkrankung hin. Leider streut der weiße Hautkrebs an den Lippen schneller als Spinaliome anderer Körperregionen.

Sonnenwarzen sollten Sie genauso wie Spinaliome vom Hautarzt behandeln lassen.

Für die Behandlung von Sonnenwarzen (aktinische Keratose) stehen viele Behandlungsmöglichkeiten zu Verfügung.
Neben der operativen Methode durch Skalpell, Laser, Abschabung und andere können auch die Vereisung, das Säure-Peeling, die Imiquimod Creme (Aldara), die Solaraze Creme (Diclofenac mit Hyaluronsäure), die Photodynamische Therapie, 5–Fluorouracil oder Vitamin-A-Säure sowie andere Präparate dienen.
In der Regel wird immer eine Hautprobe entnommen, um histologisch (mikroskopisch) die Entstehung eines weißen Hautkrebes auszuschließen. Spinaliome werden meistens mit sicherem Abstand in örtlicher Betäubung herausgeschnitten, weil sie unter Umständen streuen können. Der entfernte Tumor wird dann ebenso histologisch (mikroskopisch) untersucht.

Nach der Behandlung muss eine regelmäßige vierteljährliche Nachsorgeuntersuchung durch den Hautarzt erfolgen. Zur Vorbeugung besteht die Möglichkeit, nach einer Operation eine naturheilkundliche Krebsnachbehandlung durchzuführen. Diese ist nicht dringend erforderlich, aber unter umständen sinnvoll um “auf der sichere Seite zu sein”.

Wir werden Sie dies bezüglich gerne in unserer Hautarztpraxis in Wiesbaden beraten.

Das Bowenkarzinom oder Morbus Bowen

Ein Bowenkarzinom ist eine weniger aggressive Art des weißen Hautkrebses. Die typischerweise bei ältere Menschen jenseits des 70. Lebensjahres auftritt. Diese zählt zu den Plattenepithelkarzinomen und ist mit Spinaliom verwandt.

Bei dieser Tumorart handelt es sich zum Glück um einen weniger gefährlichen, fast nie Metastasen (Tochtergeschwülste) bildenden Tumor.

Lebensgefahr besteht also in der Regel nicht. Unbehandelt können die Bowenkarzinome jedoch örtlich in die Tiefe wachsen oder dort darunter liegende Organe, Haut oder Knochen zerstören. Deshalb sollten Sie möglichst frühzeitig entfernt werden. Bei der Entstehung dieses Hautkrebstypen ist sowohl der individuelle Hauttyp und die übermäßige langjährige Sonneneinwirkung wichtig, aber auch eine Mitverursachung krebsauslösender Viren Typ HPV 16,18,31 und 33 könnten hier eine Rolle spielen.

Der Morbus Bowen oder das Bowenkarzinom ist mit hoher Sicherheit heilbar. Wie bei jedem Krebs ist die frühzeitige Diagnosestellung wichtig und jeder verdächtiger Herd sollte dem Hautarzt vorgestellt werden.

Vor der Behandlung wird in der Regel die Diagnosestellung durch eine Probeentnahme sichergestellt. Die beste Behandlung besteht dann darin, den Tumor mit einem Sicherheitsabstand in der gesunden Haut herauszuschneiden. Diese Operation ist in der Regel ambulant und schmerzfrei durchführbar. Der entfernte Tumor wir dann wiederum mikroskopisch untersucht. An kosmetisch schwierigen Stellen (z.B. Nase, Ohren) kann auch das neuere Verfahren der photodynamischen Therapie eingesetzt werden, falls das Stadium und die Art des Tumors dies zulässt. Nach der Therapie sollte eine regelmäßige mindestens 1mal jährliche Untersuchung der Haut durch einen Dermatologen erfolgen.